Ein persönlicher Hinweis zur FeldenkraisMethode:

Ich hatte die Feldenkrais-Methode erst nach meiner Lehrertätigkeit u.a. als Sportlehrer in einer Stresssituation mit einer Arm-Schulterverletzung kennen- und schätzen gelernt.

Am Anfang der Ausbildung blieb ich beim gewohnten Sporttrainigsverhalten (z.B. Üben und Wiederholen mit Anstrengung); erst über die Verletzung mit schmerzlichen Einschränkungen erspürte ich, dass „weniger heilsamer sein kann“, dass der begrenzte Bewegungsumfang sogar mehr Bewegungsqualität, mehr Beweglichkeit ermöglichen kann.

Über Monate hielt ich an gewohnten Bewegungsmustern fest und erst langsam ging mir auf, dass Veränderung ganz langsam meist von entfernteren Glieder der Bewegungskette initiert werden können. Erst die Blickveränderung und „Kopfarbeit“, weg vom schmerzenden Schon-Bereich zu den mittragenden, aber entspannteren Teilnehmern einer Bewegung, vor allem aber zu der angstbefreienden Atembewegung, machte mich neugierig, was in meinem Körper und letztlich in mir selbst, in meinen Selbstbewußtsein vor sich ging.

Irritierend fand ich zu Anfang als ehemaliger Lehrer, dass in den Feldenkrais-Gruppenkursen auf die vielen Fragen der Ausbilder/Lehrer keine Beantwortung mit Richtig/falsch-Benotung stand. Irgendwann kam das Aha-erlebnis: Diese Fragen nahmen mich mit auf eine Beobachtungsreise durch meinen Körper, auf eine Spurensuche meiner Gefühlseindrücke und Empfindungen. In diesem spürbaren Mitgehen nimmt sich jeder ganzheitlicher und selbstbewußter wahr und kann selbstbestimmter Gewohntes/Eingeschliffenes verlassen und andere Lösungen und Möglichkeiten wählen und erproben.

Seien Sie sich bewußt, Sie sind der beste Lehrer für sich selbst, auch wenn man in seinem Leben schon viel Lehrgeld bezahlten mußte und vieles verlernt hat.

Möglichkeiten erkunden und Veränderungen zulassen, gehört zum bewegten Leben.

Und nach Moshe Feldenkrais gilt: „.. das Unmögliche möglich machen, das Mögliche leicht und das Leichte elegant“. vgl.: http://www.chiemgau-feldenkrais.de/zitate.htm